"Wenn ich es dir doch sage." schmunzelte ich und winkte abermals, jetzt oder nie. Ich glaube, in einem früheren Leben war Mister eine Glückskatze - und der Charakter war eindeutig hängen geblieben. Er hatte keinen Besitzer, er hatte Personal. Obwohl ich behaupten würde, dass das zwischen uns was anderes war.
Ich näherte mich langsam und bückte mich ebenfalls- so wie Elina - zu dem Pferd hinunter. "Na du?", fragte ich gut gelaunt und strich ihm vorsichtig durch sein Fell. Das Pferd brummelte ein wenig und ich schmunzelte ein wenig.
"Siehst du, er hat dich noch nicht platt gemacht." Jetzt lachte ich auf, weil ich es mir bildlich vorgestellt hatte. "Er ist etwas eigen, aber eigentlich eine total treue Seele." erklärte ich Alistair, während meine Finger ruhelos durch das seidig, bunte Fell glitten.
"Wir sind doch alle irgendwie ein bisschen eigen, nicht?", lachte ich. Izzy setzte sich zum Rand der Box und betrachtete uns interessiert. Wie ein Hund schlug sie mit ihrem Schwanz hin und her, so, dass ich wieder lachen musste.
"Stimmt." stimmte ich zu und meine Gedanken wanderten wieder, während mir ein Gähnen über die Lippen kam. "Oh Nyx, ich bin noch so müde.." Denn eigentlich war es, wenn man nach unserer Zeit ging früh, nach den Menschen aber würde man bald schlafen gehen.
"Soll ich dir helfen?", fragte ich, sah sie von der Seite an und grinste. Seelen manipulieren zu können, war manchmal ja doch nicht so schlecht...Ich pustete eine lästige blonde Strähne aus meinem Gesicht und schob meine Augenbrauen böse zusammen. "Oh Göttin! Müssen die immer nerven?!"
Ich wandte mich Alistair zu und beäugte ihn kritisch. "Außer Gedanken lesen machst du nichts, aber wirklich rein gar nichts in meinem Kopf." Das ich meine Finger, während ich sprach, nach ihm ausstreckte und einige Strähnen hinter sein Ohr schob, nahm meinen Worten ihre schärfe.
Ich grinste breit. "Okay, du bist der Boss", antwortete ich schulterzuckend. Kurz zuckte ich zusammen, als sie mir ein paar der Haarsträhnen, die mir vorhin noch die Sicht genommen hatten, hinters Ohr strich. "Danke", brachte ich leise heraus, räusperte mich.
"Gut.. gut." murmelte ich, ein Lächeln legte sich auf meine Züge, ehe auch ich mich wieder sammelte. "Was meinst du, soltlen wir nicht langsam zurück - sie werden gleich Frühstücken. Es fällt auf, wenn wir nicht dabei sind, oder?" Ich.. ich lenkte nicht ab, nein. Tat ich nicht. Nie.