Ich tat es ihr gleich und ließ mich auf dem nächstbesten Platz nieder. "Das wird jetzt eine etwas längere Fahrt...", bemerkte ich und grinste. "Oh Gott bin ich nervös...", flüsterte ich dann aber doch noch hinzu.
"Ach was, wird schon alles werden.." murmelte ich, während mein Kopf gegen das kühle Glas der Scheibe sank.. himmel, war ich müde. Das nächste, was ich bewusst wahr nahm, war, dass ich aus dem letzten Bus ausstieg und vor einer Tür stand - wir waren da. "Also, bereit?"
Ich räusperte mich und nickte kurz. "Äh...ja." Meine Stimme war kratzig und ziemlich heiser. Ich hörte das Klicken der Tür- es war leise, aber dennoch hörbar. "Xander Xander bist du das wirklich?" Ich hörte die junge Stimme meiner kleinen Schwester- sie fiel mir direkt in die Arme. "Bleibst du jetzt daheim? Hier, bei mir? Oder holst du mich?" Sie flüsterte diese Worte so leise, das sie anscheinend nur ich wahrnahm. "Lil, darf ich dir Niamh vorstellen?", begann ich und lächelte.
Ich beäugte das kleine Mädchen mit einem kritischen Blick ehe ich lächelte und ihr mehr oder minder wank. "Hey.. Sind deine Eltern da?" Wahrscheinlich.. ich meine, sie ließen es sich doch bestimmt nicht entgehen, wenn ihr Sohn nach Hause kam - außer natürlich er hatte nichts gesagt.
"Hallo, ich bin Lillian", stellte sich das kleine Mädchen vorbildlich vor. In diesem Moment bemerkte ich die Frau, die am Türrahmen gelehnt hatte und jetzt auf mich zuging, zwar zögerlich, aber sie lächelte. "Hey Mum...", begrüßte ich sie leise um meine Nervösität zu verdecken. "Dein Vater wartet drinnen Xander...du weißt, er ist schwer zu überzeugen."
"Hallo Mam', ich bin Niamh." stellte ich mich vor und mein Lächelnder Blick wanderte von Lillian zu ihrer und Xanders Mutter. Sie sah nett aus, wirklich, aber deswegen hieß es noch lange nicht, dass sie keine gemeine Schlange war, die etwas gegen die Gabe ihrer Kinder hatte.
Ich nickte und lächelte zaghaft. "Dann wollen wir den Spinner mal nicht warten lassen...", murmelte ich. "Mach ihn bitte nicht zornig Xander- sonst gibt er dir nie eine Chance." In ihrer Stimme hörte ich Angst. Aber wieso? Mein Vater würde ihr nie etwas tun, auch wenn ich es lieber gehabt hätte. Da wäre dann wenigsten ein Grund gewesen, ihn zu verlassen. Ich bewegte mich auf mein jahrelanges Gefängnis zu und mein Blick verfinsterte sich. "Jetzt kommt es zum schwierigen Teil Niamh." Erst jetzt schenkte meine Mum Niamh ihr herzliches Lächeln. Ich wartete auf Niamh, bis sie an meiner Seite stand und ich ihr ins Ohe flüstern konnte. "Weißt du, meine Ma ist eigentlich total nett. Sie hat nur Angst vor meinem Vater- der ist übrigends der Auslöser."
"Wusstest du, dass ich Gedanken manipulieren kann?" Oh und noch viel mehr als dies, aber das war ja jetzt nicht geragt. Leider wusste ich nicht, wie lange es hielt, wenn ich die Gedanken anderer manipulierte, nutzte ich dies doch zu meinem eigenen Vorteil; Ich habe das Busgeld schon bezahlt. oder Aber Sir, sie sagten doch grade, ich würde 50% Rabatt bekommen. So etwas halt.
Ich sah sie überrascht an und gluckste. "Das ist sicher eine tolle Gabe...", fing ich an und hörte ihn schon. "Wo bleibt diese Missgeburt den nun? Traut sich das Monster etwa nicht her?!", schrie mein Vater durch das ganze Haus. "Ach Paul...Xander ist schon hier- und hat eine Freundin mitgebracht und jetzt sei nicht so und sieh deinen Sohn nicht als Monster. Er ist eben was Besonderes..." Meine Mum versuchte den braunhaarigen Mann zu besänftigen, als ich in den Raum trat. "Ah hallo Xander. Wer ist das?" Unvermittelt zeigte er mit dem nackten Finger auf Niamh und ich sah ihn bloß an. "Das hier ist Niamh."
Mit einem freundlichen Lächeln trat ich ein Stück hinter Xander hervor und sah den Mann, weshalb wir hier waren, prüfend an. Er sah nicht nett aus, aber das musste genauso wenig etwas heiße, wie das die Mutter nett aussah. Und nein, ich war Menschen gegenüber nicht misstrauisch. "Hallo Sir."